5 wichtige Erkenntnisse aus unserem EB-5-Webinar zum USCIS-Bestandsmanagement
18. März 2026 | von Michael A. Harris
In unserem jüngsten Webinar “The New EB-5 Adjudication Reality: Understanding USCIS Inventory Management & Adjudication Logic (March ’26 Update)” diskutierte ich mit meinen Kollegen, was die USCIS-Sprache zur Bestandsverwaltung vom März 2026 für EB-5-Investoren, Regionalzentren, Entwickler und Praktiker bedeuten könnte. Das Webinar wurde durch meinen Blog-Beitrag zum selben Thema vorweggenommen, USCIS kündigt leise ein neues EB-5 “Bestandsmanagement”-Modell an, das am 30. März 2026 in Kraft tritt - und es geht wirklich um die Nutzung von Visa. Die Diskussion konzentrierte sich auf einen Punkt, der leicht übersehen wird, wenn man sich nur das Visa Bulletin ansieht: Die Verfügbarkeit von Visa und die tatsächliche Bearbeitung sind nicht immer dasselbe. Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Webinar.
1. “Aktuell” bedeutet nicht immer, dass ein Fall in Bewegung ist
Eines der zentralen Themen des Webinars war, dass eine Visumkategorie, die aktuell bedeutet nicht unbedingt, dass das USCIS alle damit verbundenen Fälle im gleichen Tempo bearbeitet. Eine Kategorie mag auf dem Papier offen erscheinen, aber Investoren müssen dennoch berücksichtigen, ob das zugrunde liegende Projekt das richtige Entscheidungsstadium erreicht hat, ob das USCIS Fälle in dieser Unterkategorie bearbeitet und ob die Petition so positioniert ist, dass sie im Rahmen des aktuellen Arbeitsablaufs der Behörde praktisch nutzbar wird. Für Investoren bedeutet dies, dass das Wort “aktuell” zwar wichtig sein mag, aber nicht die ganze Geschichte ist.
2. Die Rechtsprechung in der Projektphase ist nach wie vor von enormer Bedeutung
Ein wichtiger Punkt, der während des Webinars erörtert wurde, war die anhaltende Bedeutung des Formulars I-956F in der breiteren Entscheidungssequenz. Selbst wenn ein Investor das Formular in einer günstigen Kategorie einreicht, kann das Timing in der Projektphase immer noch Einfluss darauf haben, wann der Fall des Investors in einer sinnvollen Weise weitergeführt werden kann. Das macht die Projektreife und den Stand des Verfahrens weitaus wichtiger, als es vielen Anlegern zu dem Zeitpunkt bewusst ist, zu dem sie ein Angebot auswählen. In der Praxis sollten Investoren das Timing nicht nur auf der Grundlage des Geburtslandes oder der Eignung für eine reservierte Kategorie beurteilen. Sie sollten auch wissen, wo sich das Projekt im Entscheidungsprozess befindet.
3. USCIS verwendet möglicherweise eine kontrolliertere Warteschlange als von vielen angenommen
Ein weiteres wichtiges Thema des Webinars war, dass die USCIS die EB-5-Bestände nun möglicherweise bewusster verwaltet, als viele erwartet hatten. In der Diskussion wurde die Möglichkeit erörtert, dass die USCIS nicht einfach alle Fälle in der Reihenfolge der Einreichung verschiebt, sondern stattdessen Entscheidungen darüber trifft, wie viele Petitionen in einer bestimmten Warteschlange zu einem bestimmten Zeitpunkt beschieden werden sollten. Dies ist besonders wichtig im Zusammenhang mit reservierten Visa, wo die Behörde möglicherweise versucht, die Fallverschiebung besser auf die tatsächliche Visanutzung abzustimmen. Diese Möglichkeit wirft wichtige Fragen über Vorhersehbarkeit, Fairness und darüber auf, wie Investoren über zeitliche Erwartungen denken sollten.
4. Die Priorität des ländlichen Raums mag immer noch wichtig sein, aber sie ist nicht so einfach, wie viele Investoren denken
Das Webinar befasste sich auch mit einer Frage, die auf dem Markt immer wieder auftaucht: ob ländliche Projekte immer noch als die schnellste oder sicherste Einwanderungsoption angesehen werden sollten. Der Vorrang des ländlichen Raums kann immer noch bedeutende Vorteile bieten. Die Diskussion machte jedoch deutlich, dass Investoren nicht davon ausgehen sollten, dass das Label "ländlich" allein die Frage des Timings beantwortet. Der Status der Projektgenehmigung, die interne Verwaltung der USCIS-Warteschlangen und die Kapazitäten für die Bearbeitung können sich darauf auswirken, ob eine Petition in der Praxis schnell bearbeitet wird. Mit anderen Worten: Das Prädikat "ländlich" kann immer noch eine Rolle spielen, aber es ist keine magische Eigenschaft.
5. Investoren sollten sich auf den gesamten Entscheidungsprozess konzentrieren, nicht nur auf die Visumkategorie
Die wichtigste Erkenntnis aus dem Webinar dürfte sein, dass Investoren die gesamte Pipeline im Auge behalten müssen:
-
Visumkategorie
-
Status der Projektgenehmigung
-
Zeitplan für die Einreichung von Petitionen
-
Sequenzierung der Adjudikation
-
Visa-Verwendbarkeit in der Praxis
Allzu oft wird das Gespräch darauf reduziert, ob eine Kategorie aktuell ist oder einen Rückstau aufweist. Im Webinar wurde jedoch betont, dass die wichtigere Frage sein könnte, ob der Fall tatsächlich in der Lage ist, das aktuelle System des USCIS sinnvoll zu durchlaufen. Dies ist ein sinnvollerer Weg, um über Risiko, Zeitplan und Projektauswahl im heutigen EB-5-Umfeld nachzudenken.
Warum dies für Investoren und Praktiker wichtig ist
Diese Fragen können weit mehr als nur abstrakte Bearbeitungserwartungen betreffen. Sie können sich darauf auswirken, wie Investoren Projektangebote bewerten, wie Anwälte ihre Kunden beraten und wie regionale Zentren den Zeitplan und die Einwanderungsstrategie diskutieren. Für Investoren ist der entscheidende Punkt klar: Eine günstige Kategorie führt nicht automatisch zu einem günstigen Zeitplan. Die Beziehung zwischen der Verfügbarkeit von Visa, der Bereitschaft des Projekts und der Entwicklung der Entscheidung bleibt entscheidend.
Aufzeichnung des Webinars ansehen
Sie können sich die vollständige Aufzeichnung des Webinars hier ansehen:


















